Netzwerke
Was ist Peppol?
Das europäische Netzwerk für den Austausch elektronischer Geschäftsdokumente: 4-Corner-Modell, Peppol BIS Billing 3.0, SMP/SML und zertifizierte Access Points.
Ein Netzwerk mit gemeinsamen Regeln
Peppol (Pan-European Public Procurement Online) ist ein von OpenPEPPOL verwaltetes Rahmenwerk aus Spezifikationen, Verträgen und Infrastruktur. Es ermöglicht Unternehmen und Behörden, Geschäftsdokumente sicher und standardisiert auszutauschen.
Teilnehmer benötigen nur einen Anschluss an das Netzwerk, um mit allen anderen Teilnehmern kommunizieren zu können – ähnlich dem Prinzip des Mobilfunks.
Das 4-Corner-Modell
Der Absender (Corner 1) übergibt die Rechnung an seinen Access Point (Corner 2). Dieser übermittelt sie über das Peppol-Netzwerk an den Access Point des Empfängers (Corner 3), der sie an den Empfänger (Corner 4) weiterleitet.
Beide Seiten können ihren Access Point frei wählen. Die Interoperabilität wird durch die gemeinsamen Peppol-Regeln sichergestellt.
Peppol BIS Billing 3.0
Peppol BIS Billing 3.0 ist die Rechnungsspezifikation des Netzwerks. Sie basiert auf UBL und erfüllt die Anforderungen der EN 16931. In Deutschland wird XRechnung häufig über Peppol übertragen.
SMP, SML und Access Points
Damit ein Access Point weiß, wohin er eine Rechnung senden muss, schlägt er die Peppol-ID des Empfängers nach. Die Service Metadata Locator (SML) verweist auf den zuständigen Service Metadata Publisher (SMP), der die technischen Empfangsdaten bereitstellt.
- Peppol-ID: eindeutige Kennung eines Teilnehmers (z. B. auf Basis der USt-IdNr. oder Leitweg-ID)
- SML: zentrales Verzeichnis des Netzwerks
- SMP: Metadaten zu Empfangsfähigkeiten und Endpunkten
- Access Point: zertifizierter Dienstleister für Versand und Empfang